Wir haben es ausprobiert! Fachkräftemangel & Nachwuchsproblem

Viele Labore kämpfen eher um Personal als um Aufträge. Ein echtes strukturelles Problem:

  • zu wenig Nachwuchs in den Laboren 
  • steigende Anforderungen (digital + handwerklich) 
  • Konkurrenz um qualifizierte Mitarbeiter 

Social Media Kampagnen / Recruiting

Gute Idee – aber nur „wir posten mal was auf Instagram“ wird den Fachkräftemangel nicht lösen. Eine Recruiting-Kampagne für Zahntechnik muss deutlich klarer positioniert sein als typische Imageposts. Du konkurrierst nicht nur mit anderen Laboren, sondern mit komplett anderen Branchen.

1. Klare Zielgruppen definieren (sonst verpufft alles)

Du brauchst mindestens zwei getrennte Kampagnen:

A) Nachwuchs (16–22 Jahre)

  • sucht Ausbildung 
  • wenig Ahnung vom Beruf 
  • stark visuell geprägt (TikTok, Instagram) 

B) Fachkräfte (22–45 Jahre)

  • bereits Zahntechniker 
  • wechselbereit, wenn Bedingungen stimmen 
  • eher Instagram, Facebook, teilweise LinkedIn

2. Plattform-Strategie (realistisch bleiben)

Für Zahntechnik funktionieren aktuell am besten:

  • Instagram → Hauptkanal (Reels, Stories, Einblicke) 
  • TikTok → Reichweite bei Azubis 
  • Facebook → Fachkräfte & regionale Sichtbarkeit 

  Optional: YouTube für längere Einblicke / Employer Branding

Mögliche Hooks:

  • „Du arbeitest lieber digital als nur mit den Händen?“ 
  • „Vom 3D-Scan zum perfekten Lächeln“ 
  • „Kein Bürojob. Kein Bau. Sondern Hightech + Handwerk.“

3. Content, der wirklich funktioniert

Für Nachwuchs (TikTok / Reels)

  • Vorher/Nachher Zahnersatz (ästhetisch, emotional) 
  • „Ein Tag als Zahntechniker“ 
  • kurze Wow-Momente: Fräse, 3D-Druck, Keramikschichtung 
  • Humor + Trends (aber authentisch, nicht cringy) 

  Wichtig: Gesichter zeigen – nicht nur Maschinen

4. Paid Ads (ohne Budget geht es nicht mehr)

Organisch reicht selten.

  • Instagram & TikTok Ads lokal ausspielen (Radius 30–50 km) 
  • gezielt nach Interessen filtern:
    • Zahntechnik 
    • Dental 
    • Handwerk + Design 

 Kleine Budgets (z. B. 300–800 €/Monat) können schon Wirkung zeigen

5. Der eigentliche Hebel: Angebot, nicht Marketing

Hier kommt der unangenehme Teil: Wenn die Arbeitsbedingungen nicht stimmen, bringt die beste Kampagne nichts.
Was heute wirklich zieht:

  • überdurchschnittliches Gehalt 
  • planbare Arbeitszeiten (kein Dauerstress)
  • moderne Technik (kein „wir machen alles wie 2005“) 
  • echte Entwicklungsmöglichkeiten

6. Conversion nicht vergessen

Viele Kampagnen scheitern hier:

  • Bewerbung per WhatsApp (!!) 
  • 1-Klick-Bewerbung (kein Lebenslauf nötig am Anfang) 
  • schnelle Rückmeldung (<48h) 

 Jeder zusätzliche Schritt kostet Bewerber.

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